|
DVB-S – was ist das?
DVB-S steht als Abkürzung für Digital Video Broadcasting – Satellite, auf Deutsch Digitaler Fernseh-Rundfunk per Satellit. Bei DVB-S handelt es sich um eine Variante von DVB, geeignet für die Übertragung via Satellit. Heute ist die Ausstrahlung von DVB per Satellit die meistgenutzte DVB-Variante und verfügt über eine hohe Datenübertragungsrate. Übertragen werden können mit DVB-S die meisten Fernseh- und Hörfunkprogramme und darüber hinaus auch noch jede Menge Zusatzdienste. Über die Astra-Satelliten kann der Nutzer von DVB-S zum Beispiel mehr als 1500 Radio- und TV-Programme empfangen. Hierunter befinden sich auch mehrere hundert TV-Programme und mehr als 150 Radio-Sender, die unverschlüsselt empfangen werden können.
DVB-S benötigt, im Gegensatz zu DVB-C und DVB-T, über keine Zusatzinfrastruktur wie Kabelnetze oder terrestrische Senderketten. Insbesondre sehr interessant ist die Nutzung von DVB-S für Bewohner abgelegener Gebiete, die Probleme mit dem Fernseh- und Rundfunkempfang haben. DVB-S ist aber nicht nur für den lokalen Bereich sehr interessant. Es gibt nämlich auch die Möglichkeit für den Nutzer DVB-S über Antenne in Flugzeugen, auf Schiffen und in Bussen, die gerade fahren, in Anspruch zu nehmen. DVB-S ist daher für die permanenten Mitfahrer auf Schiffen letztlich die Verbindung zur Außenwelt und ermöglichen die Teilnahme am kulturellen Leben. Für diese Nutzer hat DVB-S auch noch den Vorteil, dass diese Variante dem Zuschauer ohne laufende Kosten angeboten werden kann (abgesehen vom Pay-TV). Leider können nur wenige Fernsehgeräte das DVB-S-Signal direkt empfangen. Aus diesem Grund ist die Anschaffung von einem Digitalreceiver von Nöten. Darüber hinaus wird auch noch eine Empfangsanlage benötigt.
Die Verwendung von DVB-S hat den Vorteil, dass mehrere Programme abgestrahlt werden können. Die stellt letztlich auch für die Programmanbieter einen Kostenvorteil dar, wenn ein Transponder verwendet wird. Die Anzahl der über einen Transponder gleichzeitig abgestrahlten Programme hängt aber natürlich von der Datenrate ab. Zur Steigerung der Programmanzahl bei DVB-S können unter Umständen auch mehrere Satellitenpositionen für den Empfang genutzt werden. Dies ermöglicht es, dass über DVB-S in der Praxis das Programmangebot via Satellit sehr viel höher ist, als über Kabel.
Der DVB-S Standard hat inzwischen auch schon einen Nachfolger – DVB-S2. Hierfür werden verbesserte Kodierungs-, Modulations- und Fehlerkorrekturverfahren verwendet, was die Datenrate noch einmal um bis zu 30 Prozent steigern kann.
|